Eine Landingpage muss verkaufen, nicht gefallen. Wenn deine Seite nett aussieht, aber keine Anfragen bringt, ist das kein „Pech mit dem Markt“. Dann fehlt Struktur. Oder Klarheit. Oder beides. Hier sind 12 Elemente, die aus Besuchern planbar Anfragen machen. Und am Ende bekommst du ein Grundlayout zum Nachbauen.
Warum deine Website keine
Anfragen bringt
Die meisten KMU-Websites sind gebaut wie ein Prospekt. Viel „wir sind“, wenig „du bekommst“. Dazu kommt: keine klare nächste Aktion. Oder drei verschiedene. Und am Ende steht irgendwo „Kontakt“ – als ob Menschen aus Dankbarkeit anrufen.
Was typischerweise passiert: Jemand kommt über Google oder eine Anzeige, scannt 3–5 Sekunden und entscheidet dann. Wenn in diesen Sekunden nicht klar ist, für wen das ist, welches Problem gelöst wird und was der nächste Schritt ist, bist du raus. Nicht weil dein Angebot schlecht ist, sondern weil die Seite es nicht liefert.
Eine Landingpage ist kein Firmenlexikon. Sie ist eine Strecke: Einstieg → Vertrauen → Angebot → Aktion. Ohne Umwege.
12 Elemente einer funktionierenden Landingpage
1) Ein glasklares Versprechen
(nicht „Willkommen“)
Der erste Satz muss sagen, was der Besucher bekommt. Kein Unternehmensportrait. Ein Nutzen.
Beispiel-Logik:
„Wir helfen [Zielgruppe], [Ergebnis] zu erreichen – ohne [typischer Schmerz].“
2) Zielgruppe sichtbar machen
Der Besucher muss sich selbst wiedererkennen. Wenn du für „alle“ schreibst, fühlst du dich für niemanden relevant an.
Das geht simpel:
„Für [Branche/Region/Typ Betrieb], die [konkretes Problem] haben und [konkretes Ziel] wollen.“
3) Ein primärer Call-to-Action (nur einer)
Eine Seite, ein Ziel. Termin, Anfrage, WhatsApp oder Rückruf. Entscheide dich für eine Hauptaktion. Alles andere ist Ablenkung.
Regel: Der Button muss verständlich sein, ohne dass man scrollt.
Nicht „Senden“, sondern „10-Minuten-Check anfragen“ oder „Rückruf bekommen“.
4) Above-the-Fold: Nutzen + CTA + Mini-Beweis
Der sichtbare Bereich ohne Scrollen ist dein Pitch. Da gehören rein:
- Nutzen-Headline
- 1–2 Sätze Erklärung
- CTA-Button
- Mini-Vertrauenssignal (z. B. „für KMU in NRW“, „30 Jahre Erfahrung“, „Praxis statt Blabla“)
5) Zweiter CTA als „Low Commitment“
Nicht jeder will sofort „Angebot“. Gib eine kleine, niedrigschwellige Alternative:
- „Kurzcheck anfragen“
- „Beispiel ansehen“
- „Rückruf in 24h“
Das erhöht die Quote, ohne dich zu verramschen.
6) Problem sauber benennen (damit du relevant wirst)
Menschen klicken nicht wegen deiner Leistung. Sie klicken wegen ihres Problems. Benenne es konkret, ohne Drama.
Beispiele:
„Viele Websites bekommen Traffic, aber die Besucher machen nichts.“
„Anfragen kommen, aber es sind die falschen.“
„Man postet, aber es passiert nichts Messbares.“
7) Lösung als Prozess (3–5 Schritte)
KMU kaufen Sicherheit. Ein Prozess erzeugt Sicherheit. Erkläre, wie du arbeitest – kurz, klar, ohne Fachchinesisch.
Beispiel:
- Analyse: Was bremst Anfragen?
- Struktur: Angebot + Seite + CTA
- Umsetzung: technische Sauberkeit + Inhalte
- Messung: was funktioniert wirklich?
- Optimierung: nachziehen, nicht raten
8) Beweise statt Behauptungen
„Wir sind zuverlässig“ ist wertlos. Beweise sind:
- Kundenlogos (wenn erlaubt)
- echte Aussagen (Testimonials)
- konkrete Zahlen (auch klein, aber ehrlich)
- Vorher/Nachher (Struktur, Anfragequote, Sichtbarkeit)
Wenn du keine Zahlen nennen willst: nutze „Beobachtung + Ergebnis“.
„Vorher keine klaren CTAs, nachher regelmäßige Anfragen über Landingpage.“
9) Risiko rausnehmen (Garantie-Logik ohne Märchen)
Du brauchst keine „100% Erfolg“-Garantie. Du brauchst Fairness:
- „Erst Check, dann Entscheidung“
- „Fokus auf messbare Reaktion“
- „Klare Grenzen: Was drin ist, was nicht“
Das baut Vertrauen, weil du nicht überverkaufst.
10) Kontaktweg so kurz wie möglich
Jede zusätzliche Frage killt Leads. Ein Formular ist nicht der Ort für deine komplette Bedarfsermittlung.
Minimum:
Name, Telefon oder E-Mail, eine Frage („Worum geht’s grob?“).
Optional: Auswahlfeld (z. B. „Mehr Anfragen / Bessere Anfragen / Sichtbarkeit“).
WhatsApp funktioniert oft gut, wenn du es sauber formulierst:
„Schreib ‘CHECK’ + deine URL – ich sag dir, was liegen bleibt.“
11) Vertrauen durch Details (ohne Roman)
Kleinigkeiten wirken groß:
- Reaktionszeit („Antwort innerhalb von 24h“)
- Standort/Region (wenn relevant)
- Datenschutz-Hinweis kurz und sauber
- „Kein Spam, keine Newsletter-Falle“
12) FAQ, die Einwände vorab entschärfen
FAQ ist nicht „Wie sind die Öffnungszeiten“. FAQ ist Verkaufshilfe. Beantworte die Fragen, die Menschen vom Klicken abhalten:
- Was kostet das ungefähr?
- Wie lange dauert es?
- Muss ich Inhalte liefern?
- Funktioniert das auch ohne Ads?
- Was unterscheidet das von einer normalen Website?
- Wie wird Erfolg gemessen?
Kurz. Klar. Ohne Ausreden.
Copy/Paste-Grundlayout
Hier ist ein Grundlayout, das du fast 1:1 übernehmen kannst. Es ist bewusst schlicht, weil es funktionieren soll.
Hero (Above the Fold)
Headline: „Wir helfen [Zielgruppe], [Ergebnis] zu erreichen – ohne [Hauptproblem].“
Subline: „Klarer Aufbau. Klare CTA. Messbar statt Bauchgefühl.“
Button 1: „10-Minuten-Check anfragen“
Button 2: „Beispiel ansehen“
Mini-Beweis: „Praxis aus [X] Jahren Marketing / Fokus: KMU“
Sektion 1: Problem
„Warum kommen (noch) keine Anfragen?“
3–5 kurze Sätze, die typische Fehler beschreiben.
Sektion 2: Lösung / Prozess
„So machen wir aus Besuchern Anfragen“
3–5 Schritte, jeweils 1 Satz.
Sektion 3: Angebot (Pakete oder klare Leistung)
„Was du bekommst“
3–6 Bulletpoints oder 3 Pakete (Good/Better/Best).
Sektion 4: Beweis
Testimonials / Case-Snippets / Ergebnisse / Referenzen.
Sektion 5: Reibung raus
Formular/WhatsApp/Call – minimal.
Hinweis: Antwortzeit, keine Verpflichtung.
Sektion 6: FAQ
6–10 Fragen, die Einwände killen.
Final CTA
Kurzer Satz: „Wenn du willst, zeige ich dir in 10 Minuten, wo Anfragen verloren gehen.“
Button: „10-Minuten-Check anfragen“
Marketingchaos raus. Strategie rein.